Hochvolt-Halogenlampen und Niedervolt-Halogenlampen – Wo ist der Unterschied?
…für welche Option soll ich mich entscheiden? Uns erreichen immer wieder einmal Anfragen zu den verschiedenen Spannungsangaben bei Halogenleuchten und den dazugehörigen Leuchtmittel, den Halogenlampen. Im Folgenden möchte ich kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lichtsysteme gegenüber stellen, damit Sie vor dem Kauf Ihrer Einbauleuchten oder Halogenstrahler schon eine gewisse Vorauswahl bezüglich der Voltage treffen können. Grundsätzlich unterscheiden wir für die Lichtinstallation aller Halogenleuchten im Wohnbereich sowie bei Lichtsystemen für Büro oder Ladenbau zwei Spannungstypen. Zum einen die Hochvoltlampen, welche direkt an das bestehende 230V Versorgungsnetz angeschlossen werden und zum anderen die Niedervoltlampen. Letztere müssen beim Anschluß an das Stromnetz über einen Transformator (sogenanntes Vorschaltgerät) betrieben werden.
Die Lebensdauer von Hochvoltlampen bzw. Niedervoltlampen
Hochvolt-Halogenlampen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa 1.000 bis 1.500 Stunden. Niedervoltlampen können je nach Qualität dagegen eine etwa zehn mal längere Lebensdauer von rund 10.000 Stunden erreichen.
Dabei ist die Lichtausbeute bei Niedervoltlampen etwa doppelt so hoch, wie bei Hochvoltlampen.
Dimmbarkeit der verschiedenen Halogenlampen
Die Hochvoltlampen sind sowohl mit Phasenanschnitt- als auch mit Phasenabschnittdimmer dimmbar. Bei Niedervoltlampen kommt dieses auf den Trafo an. Ein elektronischer Trafo ist grundsätzlich mit Phasenabschnittdimmer dimmbar. Bei Einsatz eines Paulmann Profi-Trafo (70-150VA) oder Miprotrafos zum Beispiel, sind auch Niedervoltlampen mit jedem Dimmer dimmbar. Ein konventioneller Trafo ist immer mit Phasenanschnittdimmer dimmbar.
Einbaumasse der unterschiedlichen Lichtsysteme
Bei Hochvoltsystemen sind die Einbautiefen größer als bei Niedervoltsystemen. Das liegt vor allem daran, dass Hochvoltlampen von der Bauart her schon etwas größer sind als Niedervoltlampen. Außerdem sind die benötigten Fassungen für Hochvoltsysteme in der Regel größer. Dafür benötigen Sie bei Niedervoltsystemen einen separaten Transformator. Bei den Trafos moderner Niedervoltsysteme handelt es sich heutzutage aber fast außschließlich um elektrobnische Vorschaltgeräte, welche meist nur 2 bis 3 cm Platz in der Einbauhöhe beanspruchen.
Anschaffungs- und Folgekosten der verschiedenen Lichtsysteme
Die Preise für Halogenleuchten unterliegen natürlich erheblichen Schwankungen aufgrund der großen Variabilität und auch großer qualitativer Unterschiede in Bezug auf Verabeitung und Material. Leuchten für Hochvoltlampen müssen wegen des direkten Anschlusses an die 230V Netzspannung in der Regel etwas höheren Sicherheitsstandards genügen, als solche für Niedervoltlampen. Das betrift sowohl die Lampenfassungen, als auch die elektrischen Zuleitungen. Leuchten für Niedervoltlampen können hingegen nur mit einem zusätzlichen Transformator betrieben werden. Der Anschaffungspreis liegt bei beiden Lichtsystemen, vergleichbare Materialqualität und Verarbeitung vorausgesetzt, etwa im gleichen Level. Anders sieht es bei den Leuchtmitteln aus. Die Leuchtmittel für Hochvoltsysteme sind bei bei vergleichbarem Standard immer teurer als solche für Niedervoltsysteme.
Kategorie: Halogenleuchten / Einbauleuchten, Aktualisiert am 27. September 2009 von admin | Anmelden

